Geschichtsträchtiger Bombast Metal mit Sabaton auf der Burg im praktisch ausverkauften Hallenstadion
Was haben Dschingis Khan, Julius Cäsar, Napoleon Bonaparte und Tempelritter mit Heavy Metal am Hut?!? Das aktuelle Album der schwedischen Power Metal-Band Sabaton «Legends» beinhaltet Liedgut von geschichtsträchtigen Feldherren und Kämpfer/Innen. So startete das Konzert auf der "The Legendary Tour 2025" am Dienstag, 18. November 2025, im fast ausverkaufte Hallenstadion Zürich mit einem etwa 10-minütigem Intro mit Schauspielelern in entsprechenden Roben, wo sich als die genannten Herren vorstellten und philosophierten wer nun der Grösste gewesen sei. Dies nicht auf der Burg der Hauptbühne, sondern inmitten der Lokalität auf einer kleinen Bühne («B-Stage»). Mir hätten 5 Minuten gereicht, es war langatmig und es gab ab und an mal ein paar Pfiffe von Seiten Konzertbesucher. Als sich der «kleine Tempelorden» als die Musiker von Sabaton entpuppten, war es Vergangenheit und die Fans freuten sich auf fast 2 Stunden Show-Time. Nun, wie kommen die Herren auf Ihre Mittelalter-Burg («A-Stage»)? Ganz einfach, hahaha, man lässt vom Hallenstadion ein Steg nieder und voila der Weg über die Köpfe der Stehplatz-Fans ist vorgegeben. Dies war beeindruckend und sah cool aus.
Nun startete das eigentliche Konzert mit dem passenden Lied «Templars». In den nächsten 2 Stunden wurden dem Publikum 5 Lieder vom aktuellen Album und Schwergewichte des enormen musikalischem Archives der Band in verschiedenen Kostümen vorgetragen – Schichten von Kleidern lässt grüssen. Das Ganze wurde Sabaton-Like um den militärischen Bombast-Hymnen zu entsprechen mit viel Schall und Rauch umgesetzt. So waren Pyro-Salven, nebst Kohlendioxid, Knall-Effekten (beim Ersten fiel ich schier aus den Latschen), «Gas»-Einsatz, Soldat mit Flammenwerfer, Feuerschalen und sonstigen Licht-Effekten schon fast Standard. Mit dem ganzen Burgaufbau und einer Bühne auf 2 Etagen gab es immer mal was Neues zu entdecken. So stolzierten Napoleon und Cäsar ab und an auf der Bühne umher, Mitglieder vom The Legendary Orchestra sangen die Back-Vox und Sängerin Noa Gruman begleitete bei einem Lied Frontmann Joakim Brodén. Im Verlauf der Show wechselte die Band dann nochmals, als Gas-Soldaten gekleidet, auf die B-Stage und liess sich auf dem Rückweg durchs Publikum von diesem feiern. Das Ganze sah von den oberen Rängen des Hallenstadions mit all den Licht-Wechsel echt stark aus.
Mir hat die Show sehr gut gefallen, als Indiz verflog die Zeit im nu. Die Schweden haben sich mit dieser Tour selbst übertroffen und boten eine top Metal-Show.
Ein sehr guter Kollege und Freund hätte seine wahre Freude an diesem Abend gehabt – in Gedenken an den verstorbenen Konzertfotografen und Musikjournalisten vom Online-Magazin Metal Inside und Edel-Fan von Sabaton – René «Kaufi» Kaufmann. An diesem Abend sind bei seinen Kollegen und mir etliche Gedanken an Ihn aufgeblitzt. R.I.P Kaufi.
Mitglieder:
Joakim Brodén (Vox), Chris Rörland (Git), Thobbe Englund (Git), Pär Sundström (Bass), Hannes Van Dahl (Drums), Gastauftritt: Noa Gruman (Vox)
 
Setliste:
Templars, The Last Stand, Hordes of Khan, I, Emperor, Crossing the Rubicon, Carolus Rex, The Red Baron, Stormtroopers, A Tiger Among Dragons, (Drum Intro), Christmas Truce, Soldier of Heaven, The Attack of the Dead Men, Night Witches, Primo Victoria, Steel Commanders, The Art of War, To Hell and Back, Masters of the World
Outro: The Last Battle (von Band)
 
Zeiten: 20:30 bis ca. 22:30
Veranstalter/Danke an: Good News Productions AG
Photos/Text: Daniel Strub
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Chris Rörland
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Hannes Van Dahl
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Joakim Brodén
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Pär Sundström
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